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Soziale Arbeit als Wissenschaft von Entwicklungsprozessen
pp. 147-156
Abstract
Historisch lässt sich die Moderne als Struktur-Epoche begreifen, in der Systemstrukturen und Hierarchien als die dominanten Kontextbedingungen für Entwicklungsprozesse zu betrachten sind. Max Weber beschreibt die Strukturkomponenten der Moderne insbesondere mit den Begriffen Nationalstaat, Parlamentarismus, Verwaltung, Bürokratisierung und Beamtentum, Strukturen des modernen Kapitalismus, rationales Recht und rationale Organisation der Arbeit, strukturelle Differenzierung und Spezialisierung von Gesellschaft und Kultur (Weber 1980: 815ff.). Damit einher gehen intellektuelle Sinnkonstruktionen, um entweder der eigenen Lebensführung Sinn zu verleihen oder die auf eine "kollektiv-ethisch-revolutionäre Weltveränderung" angelegt sind (Weber 1980: 308). Wahrnehmen und Handeln vollziehen sich vor dem Hintergrund ideologischer Sinnstrukturen und verschiedener Weltanschauungen sowie von Strukturen einer modernen Staatsorganisation.
Publication details
Published in:
Birgmeier Bernd, Mührel Eric (2009) Die Sozialarbeitswissenschaft und ihre Theorie(n): Positionen, Kontroversen, Perspektiven. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 147-156
DOI: 10.1007/978-3-531-91699-6_12
Full citation:
Miller Tilly (2009) „Soziale Arbeit als Wissenschaft von Entwicklungsprozessen“, In: B. Birgmeier & E. Mührel (Hrsg.), Die Sozialarbeitswissenschaft und ihre Theorie(n), Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 147–156.