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Intuition und Dialektik
Eine These zur Idee des Normalbegriffs
pp. 131-170
Abstract
Diese Studie will Aspekte der Tönniesschen Dialektikauffassung verdeutlichen, hierbei vor dem Intuitionsbegriff nicht mehr ausweichen und damit nichts weniger als einen methodischen Grund-Anspruch des u.E. starken Tönniesschen Wissenschaftsbegriffs vor Augen führen. Solcherlei Ambitionen fordern — wenigstens ansatzweise — die Darstellung der Aufnahme und Kritik einiger tradierter metaphysischer als metatheoretischer Theoreme im Tönniesschen Denken, ferner ihrer besonderen Verarbeitung und — Aufhebung(!). Letzteres bleibt aber noch Programm umfassenderer Untersuchungen und wird hier nur skizziert. Zudem ist, eingestanden, die Schwäche der These: sie ist nur These. Inwieweit die Tönniesschen Ansprüche in den Verfahren und Darstellungen seiner Theorie außerhalb ihrer programmatischen Explikation auch eingelöst und durchgehalten werden, interessiert uns hier nicht. Vielmehr geht es an dieser Stelle um die Erhellung der Einsichtigkeit der methodischen Programmatik und Grundauffassung, also um den speziellen Aufweis von Wissenschaftlichkeit, auch wenn diese in ihrer Durchführung "nur" regulativ bleiben sollte. — Wo aber wäre es anders?
Publication details
Published in:
Clausen Lars, Schlüter Carsten (1991) Hundert Jahre "Gemeinschaft und Gesellschaft": Ferdinand Tönnies in der internationalen Diskussion. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 131-170
DOI: 10.1007/978-3-663-01367-9_6
Full citation:
Schlüter Carsten (1991) „Intuition und Dialektik: Eine These zur Idee des Normalbegriffs“, In: L. Clausen & C. Schlüter (Hrsg.), Hundert Jahre "Gemeinschaft und Gesellschaft", Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 131–170.