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Zum Theorie/Praxis-Verhältnis und Theorieverständnis in der Sozialen Arbeit
pp. 17-40
Abstract
"Theorie ist für viele — nicht zuletzt auch für Studierende — so etwas wie der Inbegriff lebensferner Wissenschaft, ist begriffliche Abstraktion in einer formalisierten, fremden Sprache, ist eine Art Geheimcode, mit dem sich WissenschaftlerInnen — offenbar trotz aller sachlichen Differenzen — untereinander verständigen, ist aber auch eines der letzten Machtmittel, mit dem ProfessorInnen ohne Not Studierende traktieren und sich zugleich Respekt zu schaffen suchen, kurz: ist eine allseits beliebte Projektionsfläche für alles Mögliche" (Rauschenbach/ Züchner 2002a: 139). Zugleich ist der Theoriebegriff jedoch auch ein wissenschaftlicher Begriff und damit Fachsprache. Selbst Versuche einer allgemein wissenschaftstheoretischen Bestimmung des Theoriebegriffes konnten bisher jedoch noch keine Einigkeit über die Struktur von Theorien und das Spektrum verschiedener Theorietypen erzielen (vgl. MittelstraΒ 1996: 266). Einigkeit herrscht allenfalls darüber, dass "Erklärung und Prognose" (ebd.) maΒgeblich für die Aufstellung von Theorien sind.
Publication details
Published in:
May Michael (2008) Aktuelle Theoriediskurse sozialer Arbeit: eine Einführung. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.
Pages: 17-40
DOI: 10.1007/978-3-531-90838-0_2
Full citation:
May Michael (2008) Zum Theorie/Praxis-Verhältnis und Theorieverständnis in der Sozialen Arbeit, In: Aktuelle Theoriediskurse sozialer Arbeit, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 17–40.