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Schluss
pp. 393-400
Abstract
Ausgangspunkt der vorliegenden Untersuchung war die Feststellung, dass es bei Bildungs- und Entwicklungsschwierigkeiten oft schwer fällt, zu beurteilen, ob ein Kind an bestimmten Anforderungen oder Erwartungen scheitert, weil es diese nicht erfüllen kann oder weil es nicht will (siehe Abschnitt 1.1). Das Verhältnis von Können und Wollen führte mitten hinein in die Diskussion über menschliche Willensfreiheit und die Bedingungen geistiger Entwicklung und ihrer Behinderung: Erinnert sei unter anderem an die von Paulus beschriebene Kluft zwischen Können und Wollen, die zum Ursprung der abendländischen Idee eines freien Willens wurde (siehe Abschnitt 2.2), sowie an Séguins Feststellung, dass der Idiot in physiologischer Hinsicht nichts kann, in intellektueller Hinsicht nichts weiß, aber dass er können und wissen würde, wenn er nur wollte (siehe Abschnitt 3.3).
Publication details
Published in:
Hoffmann Thomas (2013) Wille und Entwicklung: Problemfelder – Konzepte – Pädagogisch-psychologische Perspektiven. Dordrecht, Springer.
Pages: 393-400
DOI: 10.1007/978-3-658-03041-4_5
Full citation:
Hoffmann Thomas (2013) Schluss, In: Wille und Entwicklung, Dordrecht, Springer, 393–400.