Central and East European
Society for Phenomenology

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199927

Einleitung

Andreas DörnerLudgera Vogt

pp. 7-13

Abstract

Literatursoziologie — ist das nicht ein alter Hut, der in den 1970er Jahren im Gefolge der Studentenrevolte, als man alles und jedes "gesellschaftlich" erklären wollte, einen Boom erlebte, um danach wieder in das wohlverdiente Nischendasein zwischen Literatur- und Sozialwissenschaft zurückzukehren? Nun, der Boom ist sicherlich vorbei, die ehrgeizigen Großprojekte der Aufbruchszeit sind mehr oder weniger engagiert zu Ende geführt oder auch auf halber Strecke abgebrochen worden. Dennoch täuscht der erste Eindruck. Die Erkenntnis, daß "Literatur" und "Gesellschaft" — was immer im einzelnen darunter verstanden wird — in einer engen Beziehung zueinander stehen, hat sich weitgehend durchgesetzt, ist sozusagen, um einen Begriff des Wissenschaftshistorikers Thomas S. Kuhn aufzugreifen, zum Bestandteil der normal science geworden. Dies belegen vor allem zahlreiche Einzelstudien, die sich mit der gesellschaftlichen Dimension der Literatur beschäftigen.

Publication details

Published in:

Dörner Andreas, Vogt Ludgera (1994) Literatursoziologie: Literatur, Gesellschaft, politische Kultur. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Pages: 7-13

DOI: 10.1007/978-3-322-91628-0_1

Full citation:

Dörner Andreas, Vogt Ludgera (1994) Einleitung, In: Literatursoziologie, Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, 7–13.